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Trinkwasserprojekt 'Sächsische Kreide' ist zurückgestellt

Qualitätsgrechtes Trinkwasser für den Raum Oberes Eib- tal wird dringend benötigt, jedem wird das bei der derzei- tigen angespannten Lage bewußt.

Aber ist es zu vertreten, dieses Problem auf Kosten unvorhergesehener Folgen für die Natur der Sächsischen Schweiz zu lösen? Geplant war das Ableiten großer Mengen Grundwasser sowie künstlich verregneten Oberflächenwassers durch Stollen nach Dresden. Neben dem massiven Eingriff in den Wasserhaushalt des Gebirges wäre außerdem eine intensive Bautätigkeit über Jahre hinweg und eine Verschandelung schöner Täler, z.B. des Kirnitzschtales, mit Verregnungsanlagen die Folge.

Freuen wir uns, daß dieses Projekt auf Grund der Einrichtung des Nationalparks zurückgestellt wurde. Denn nach § 3, Absatz 2 der Verordnung über die Festsetzung des Nationalparks darf in einem solchen Gebiet keine wirt- schaftsbestimmte Nutzung erfolgen.

Ein gutes Zeichen ist es außerdem, daß die geplante wissenschaftliche Tagung zum Projekt ersatzlos ausfällt.

Lösungen für die qualitätsgerechte Trinkwasserbereitstellung müssen langfristig vor allem die Sanierung der Elbe in Zusammenarbeit mit der CFSR und kurzfristig Maßnahmen zum Wassersparen in Industrie und Haushalt und die Erneuerung des Rohmetzes von Dresden und Um- gebung sein. Immerhin versickert derzeit ein Drittel des Trinkwassers durch Rohrschäden ...

Kleine Gans im Morgennebel

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