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Öffentlicher Verkehr

Vorschläge für bessere Bahn- und Busverbindungen

Die Forderung nach vermehrter Benutzung der öffentlichen - Verkehrsmittel ist hochaktuell. Sie ist sinnvoll, um die Blechlawine auf unseren Straßen wenigstens etwas einzudämmen. Wer Bahn und Bus benutzt, kann den ständig wachsenden Staus ausweichen.

In Vergangenheit und Gegenwart war und ist dies auch bei gutem Willen nur manchmal möglich. Die Eisenbahn fährt in Richtung Sächsische Schweiz oft und regelmäßig, Busse fahren dagegen nur selten. Ins Bielatal kann man z. B. nur ganz zeitig oder fast am Mittag fahren.

Ein Anliegen des SBB ist es, Vorschläge zur Verbesserung dieser Misere zu unterbreiten. Dabei konnte im Moment für die Buslinien nur schwer ein Ansprechpartner gefunden werden, da die Organisationsform der Busbetriebe ständigen Veränderungen unterlag. Nur auf dem Umweg über die Deutsche Reichsbahn war es bisher möglich, Vorschläge in die Fahrplankonferenzen einzubringen. Dabei haben wir uns von folgenden Grundgedanken leiten lassen:

Ob unsere Vorschläge Berücksichtigung finden können, wird die Zeit zeigen. Bergsteiger und Wanderer sind nicht die einzigen Verkehrskunden und die Zwänge der Marktwirtschaft tun ihr Werk.

Weitere Anregungen zur Problematik sind jederzeit willkommen.

Kombination Zug-Fahrrad

Seit kurzem ist es möglich: An verschiedenen Bahnhöfen der Deutschen Reichsbahn kann man Fahrräder ausleihen, sogar "Diamant"-Fahrräder aus sächsischer Produktion.

Unter den Verleihstationen sind auch die für Touren in die Sächsische Schweiz interessanten Bahnhöfe in Bad Schandau und in Pirna dabei.

Von der Deutschen Reichsbahn erhielten wir auf Anfrage nähere Informationen für unser Heft.

An den genannten Bahnhöfen kann jedermann ein Fahrrad erhalten. Wer eine gültige Zugfahrkarte hat, erhält eine Ermäßigung. Für den Zugfahrer kostet das Ausleihen je Kalendertag 6.-DM für Fahrräder ohne Gangschaltung und 8.-DM für Fahrräder mit 3-Gangschaltung.

Für nichtzugfahrende Touristen wird das Ausleihen etwas teurer. Sie bezahlen 10.-DM bzw. 12.-DM pro Tag. Das Fahrrad kann nicht nur auf dem Ausleihbahnhof zurück gegeben werden, sondern auch auf anderen Bahnhöfen. Das ist insbesondere interessant, wenn man z.B. eine Tour entlang der Elbe macht und nicht zum Ausgangspunkt zurück will.

Leider erscheint die Auswahl der Rückgabebahnhöfe derzeit ungünstig gewählt, sicher ist es auch eine Frage der Kapazitäten auf den Bahnhöfen. Wer in Bad Schandau ein Fahrradausleiht, kann es auch in Königstein zurückgeben, allerdings nur dort. Warum nicht auch in Pirna, Rathen oder Wehlen ?

Wer in Pirna ein Fahrrad ausleiht, hat es schon besser. Er kann sein Fahrrad auch an den Bahnhöfen in Wehlen, Rathen, Königstein und Bad Schandau abgeben. Jedoch erscheint es sicher besonders für Touristen unattraktiv, erst bis Pirna mit dem Zug zu fahren und dort dann das Fahrrad auszuleihen.

Das Zurückgeben der Fahrräder auf anderen Bahnhöfen wird allerdings mit einer Extragebühr beaufschlagt, immerhin nochmal 3.-DM für Inhaber einer Bahnfahrkarte und 6.-DM für Nichtbahnfahrer.

Wenn eine bahnfahrende Familie mit zwei Kindern vier Fahrräder mit 3-Gangschaltung ausleiht und diese an einem anderen Bahnhof zurückgibt, kostet dies immerhin 44.-DM. Da ist die Zugfahrkarte noch nicht dabei.

Und für eine nichtbahnfahrende Familie kostet obiges Beispiel bereits 72.-DM.

Alles in allem kann man sagen, die Idee der Reichsbahn ist gut und begrüßenswert. Zu verbessern sind in jedem Falle die Rückgabemöglichkeiten.

Hoffen wir, daß der Preis nicht abschreckt und das Angebot genutzt wird.



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