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Umweltfahrkarte nach Verkehrsverbund möglich

S-Bahn im Elbtal beispielgebend, Busverbindungen in die Regionjedoch mangelhaft

Kaum eine andere Mittelgebirgsregion Deutschlands ist per Bahn so gut von einem großen Ballungsgebiet erreichbar wie die Sächsische Schweiz.

Nach wie vor befördern die S-Bahn-Züge der Deutschen Reichsbahn einen großen Teil der Wanderer, Bergsteiger und Touristen, vorrangig an den Wochenenden, in die Sächsische Schweiz. Aber auch an den Werktagen hat die Schienenverbindung eine wichtige Funktion für die zahlreichen Pendler nach Pirna, Heidenau und Dresden.

Die Preise sind gerade noch im akzeptablen Bereich, derzeit z. B. 10,- DM für eine Person von Dresden-Hauptbahnhof bis Schmilka und zurück. Insbesondere Familien seien aber die günstigen Familientageskarten empfohlen die die Deutsche Reichsbahn für Wochenenden und Feiertag bietet (siehe auch unsere nebenstehende Werbung). Diese Familienkarte kostet nur 15.- DM, was sich z. B. bei o. g. Entfernung schon ab 2 Personen lohnt.

Wenn die eigentlich schon für 1992 angekündigte Fährverbindung von Schöna nach Hrensko 1993 endlich zustandekommt, sind die öffentlichen Verkehrsmittel auch für eine CSFR-Tour attraktiv.

Die kurze Zugfrequenz der S-Bahn, halbstündlich verkehrt sie bis Schöna von den frühen Morgenstunden bis spät in die Nacht hinein, kann als ein weiterer Pluspunkt gewertet werden, den es zu erhalten gilt.

Jedoch, so gut wie die Elbtalverbindung ist, so ungenügend sind ganz besonders im Winterhalbjahr die Busverbindun,-en in die Reoion. Ins Kirnitzschtal zur Neumannmühle fährt vormittags ein einziger, an schönen Tagen sogar überfüllter Bus, sonst nichts. Nachmittags für die Rückfahrt gibt es dann nur einen 17-Uhr-Bus.

Ins Bielatal sieht es ähnlich aus.

Und da gerade diese beiden Strecken schon längere Zeit einen schlechten Ruf haben, müßte selbst bei ausreichender Busfrequenz erst eine größere Werbekampagne gestartet werden, um auf den neuen Zustand hinzuweisen.

Die zusätzlichen Busse, die Ostern 1992 im Kirnitzschtal fuhren, waren deshalb fast ohne Fahrgäste . .

In der im September 1992 vom Planungsbüro Fichtner / Schwarzbach vorgelegten Gesamtentwicklungskonzeption der Region sind deshalb die Vorschläge der Schutzgemeinschaft Sächsische Schweiz berücksichtigt worden, neue Pendel- und Ringbusse einzurichten.

Eine gut frequentierte Direktverbindung Pirna-Bielatal ist geplant, auch Ringbusse Bad Schandau-Krippen-Kleingießhübel-Cunnersdorf-Pfaffendorf-Königstein-Bad Schandau sowie Sebnitz-Saupsdorf-Hinterhermsdorf-Neumannmühle-Ottendorf-Sebnitz.

Außerdem sollte die Rentabilität privater Kleinbuslinien geprüft werden.

Auf der Basis dieses verbesserten Busliniennetzes gewinnt unsere Idee einer Umweltfahrkarte für alle öffentlichen Verkehrsmittel eine neue Aktualität.

Seitens der Deutschen Reichsbahn wurde eine grundsätzliche Bereitschaft für solch eine Umweltfahrkarte signalisiert.

Probleme sind jedoch die unklaren Verhältnisse bei den Busbetreibern und der ausstehende Verkehrsverbund.

Da eine vorn Freistaat Sachsen finanziell unterstützte Umweltfahrkarte auch politische Unterstützung aus dem Parlament benötigt, legten wir unseren Vorschlag im Oktober 1992 dem Arbeitskreis "Umwelt- und Landesentwicklung" der CDU-Landtagsfraktion vor.

Dr. Mannsfeld als Leiter des Arbeitskreises sagte uns zu, die Idee einer Umweltfahrkarte im Rahmen des Möglichen gemeinsam mit dem Arbeitskreis "Bau und Verkehr" zu unterstützen. Eine Rückmeldung wurde uns zugesichert.

Im nächsten Heft werden wir Genaueres zu den geplanten. neuen Ring- und Pendelbuslinien mitteilen und hoffen, auch von Neuigkeiten in Sachen Umweltfahrkarte "Sächsische Schweiz" berichten zu können.



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