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Stellungnahme des Umweltministeriums zur geplanten A13

Die durch das Sächsische Staatsministerium für Umwelt und Landesentwicklung durchgeführten bzw. in Auftrag gegebenen landschaftsökologischen Untersuchungen erbrachten im Korridor Freiberg ein geringeres ökologisches Konfliktpotential als im Korridor Dresden-Süd.

In die Untersuchungen wurden dabei insbesondere Kriterien wie Schutzgebiete, Naturnähe, Mannigfaltigkeit von Fauna und Flora, Linienwiderstand und Landschaftsbild einbezogen.

Die Unterschiede in den Auswirkungen der beiden Korridore auf die Belange der Raumordnung werden vom Sächsischen Staatsministerium für Umwelt und Landesentwicklung als wenig gravierend und damit als nicht ausschlaggebend für den Korridorentscheid angesehen.

Im Falle der Entscheidung für den Korridor Dresden-Süd auf Grund der Berücksichtigung weiterer Kriterien wie Verkehrsbelegung oder Kosten besteht das Umweltministerium auf den Ausschluß von Tabuzonen. Darunter ist insbesondere das Landschaftsschutzgebiet "Sächsische Schweiz" zu verstehen.

Auch die Berücksichtigung einer Tunnellösung zur Querung des oberen Osterzgebirges erscheint unter ökologischen Gesichtspunkten unumgänglich.

Das Benennen des Grobkorridors mit dem geringsten ökologischen Konfliktpotential und die Einflußnahme auf die Wahl der umweltverträglichsten Trassierung stehen für das Umweltministerium derzeit im Vordergrund bei der Mitwirkung innerhalb dieses Verkehrsprojektes.

Das Sächsische Staatsministerium für Umwelt und Landesentwicklung sieht die Priorität bei Verkehrsplanungen in integrierten Verkehrslösungen. Dies wird auch zukünftig eingefordert werden.

Dresden, 28. Oktober 1992

Dr. D. Reinfried
Parlamentarischer Staatssekretär


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