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Umweltseminar für Jugendliche aus den Partnerstädten Ravensburg, Montelimar und Coswig in Sachsen

Nach der Premiere vor zwei Jahren in Montelimar in Frankreich und im vergangenen Jahr in Ravensburg fand 1993 das internationale Jugendseminar der drei Partnerstädte in Coswig und Umgebung statt.

Organisiert vom BUND Ravensburg und der Stadtverwaltung Coswig nahmen 24 Jugendliche, unter ihnen zwei "Beobachter" aus Ravensburgs neuer walisischer Partnerstadt Cynon Valley, an der einwöchigen Veranstaltung mit Unterbringung in der Umweltakademie in Altenberg teil. Von dort erfolgten die Exkursionen nach Coswig mit Wanderungen auf den Waldlehrpfaden im Friedewald und auf der Bosel im Spaargebirge.

Beeindruckend für die westlichen Teilnehmer war das "hautnahe" Kennenlernen der Umweltzerstörung in Osterzgebirge durch eine unverantwortliche Industriepolitik.

Vielleicht war es dieses Erlebnis, daß die Stadtführung durch Dresden in eine Demonstration umfunktioniert wurde. Aus dem Erzgebirge wurden tote Bäume mitgenommen und Bettlaken mit Forderungen wie "Keine Kernkraftwerke" "Was der Erde geschieht, geschieht auch ihren Kindern': und "Wenn Bäume träumen könnten?" bemalt.

Vom Hauptbahnhof über die Prager Straße bis zur Semperoper und zum Zwinger zogen die Jugendlichen mit ihren Transparenten und eigens getexteten Liedern, von mehreren Polizisten begleitet, durch die Stadt.

Ein Tag war zum Kennenlernen des Nationalparks Sächsische Schweiz mit seinen Naturschönheiten und Problemen vorgesehen. Ein Bus transportierte uns von Altenberg zur Neumannmühle im Kirnitzschtal. Dort erwarteten uns zwei Mitarbeiter der Nationalparkverwaltung zu einer Führung in zwei Gruppen. Entlang des Großen Zschandes marschierten wir zum Hinteren Raubschloß mit seinem Aussichtspunkt. Leider war uns der herrliche Rundblick durch das trübe und regnerische Wetter verwehrt. Auf dem Marsch an den Bärenfangwänden verschlechterte sich das Wetter so sehr, daß wir im Schutz eines Felsüberhangs unseren Mittagsimbiß einnehmen mußten.

Am Kleinen Winterberg vorbei kehrten wir an unseren Ausgangspunkt an der Neumannmühle zurück. Da sich am späten Nachmittag das Wetter aufklärte, wurde noch schnell ein Abstecher zum Kuhstall gemacht.

So konnten unsere Gäste aus den Partnerstädten noch einmal einen Eindruck von den einzigartigen Naturschönheiten der Sächsischen Schweiz bekommen.

Dr. Lothar Deuse
Sachgebietsleiter Umweltschutz der Stadtverwaltung Coswig


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