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Revierförster Manfred Bauch zu Waldschäden befragt

Wie beurteilen die Revierförster vor Ort die Waldschäden z.B. an Laubbäumen und Nadelbäumen in ihren Revieren? Um dies zu erfahren, sprachen wir mit Revierförster Manfred Bauch. Sein Revier Struppen befindet sich im vorderen Teil der Sächsischen Schweiz. Es umfaßt das Gebiet von den Bärensteinen und dem Rauenstein über Struppen bis Königstein und stellt damit den nördlichen Teil des Forstamtes Bielatal dar.

Herr Bauch, wie schätzen Sie den Zustand der Laubbäume in Ihrem Revier ein?

Seit 10 Jahren ist eine Zunahme der Schäden an Laubbäumen zu verzeichnen. Besonders betroffen ist die Eiche in allen Altersklassen. So sind z.B. die größeren Eichenbestände in der Nähe der B 172 auffällig geschädigt. Dies ist ein ca. 14 ha großes Gebiet mit 120- bis 140jährigen Eichen.

Wie sind die Schäden an den Eichen äußerlich sichtbar?

Sichtbar sind die Schäden durch besonders wenig Laub, viele Dürräste bis in die Krone und Laubausbildung nur in Stammnähe Zudem müssen viele absterbende Eichen festgestellt werden. Zusätzliche Schäden durch Insekten wie den Eichenwickler sind dann auf die vorgeschädigten Bäume besonders wirksam.

Wie schätzen Sie den Zustand der Fichten ein?

In den durch Schwefeldioxid geschädigten Fichtenbeständen scheint eine leichte Besserung eingetreten zu sein. Allerdings sind Schwankungen im Zustand des Waldes zu verzeichnen, insbesondere spielt hier die Witterung eine Rolle.

Herr Bauch, vielen Dankfür Ihre Informationen.



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