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Aktuelle Informationen

Positives vom Grenzübergang Schmilka

Die Grenzübergangsstelle in Schmilka muß umgebaut werden, da dort jetzt die EG-Außengrenze verläuft. Beim Treffen der Verbände in der Nationalparkverwaltung wurden zwei Modelle vorgestellt (inklusive Fotomontage) und das auf den ersten Blick Vernünftigere favorisiert. Das Architektenbüro Pfau und Partner hat an eine landschaftsverträgliche Lösung gedacht und diese nach unserem Verständnis auch hervorragend realisiert, trotz der schwierigen Platzprobleme. Auch eine Nachnutzung der Gebäude in der Zukunft, wenn Tschechien vielleicht einmal der EG angehören wird, ist schon berücksichtigt. Um spätere Konflikte zu vermeiden, beriet man sich gleich in dieser frühen Phase mit den Umweltverbänden.

Wenn Investoren immer derart weitsichtig und vemünftig herangehen würden, gäbe es kaum Probleme in der Sächsischen Schweiz. Alle Anwesenden fanden, daß sowohl Vorgehen als auch die bauliche Lösung selbst vorbildlich sind.

Nationalparkzentrum nun doch in Bad Schandau

Das Nationalparkzentrum wird nun doch im Kino in Bad Schandau eingerichtet. Dazu wurde die Immobilie bereits in Landeseigentum übertragen. Dort soll ein Besucherzentrum mit Ausstellungen eingerichtet werden. Weiterhin wird das Zentrum einen Vortragssaal beherbergen, der auch von der Stadt Bad Schandau für Veranstaltungen genutzt werden kann. Die Eröffnung ist im Frühjahr 2001 geplant.

In der Schrammsteinbaude wurde in diesem Jahr ergänzend dazu ein Austellungsraum über den Nationalpark eröffnet.

Großer Winterberg

Auf dem Großen Winterberg soll doch ein 35 m hoher Stahlgittermast für Antennen gebaut werden, weil der denkmalgeschützte Holzturm des Gebäudes baufällig wird. Der neue Mast ist wesentlich höher und steht selbständig. Die Umweltverbände haben es offensichtlich nicht vermocht, hier zu intervenieren - auch Umweltschützer haben nur 24 Stunden Zeit pro Tag. Die alten Antennen erreichten übrigens nur eine Höhe von 18 m.

Papststein

Daß Berggaststätten rentabel sein können, beweisen wieder einmal die Betreiber der Gaststätte auf dem Großen Winterberg, Henkenjohann und Ziegler. Sie richten das verrottete Gebäude auf dem Papststein vor und investieren insgesamt nur 30.000 DM für Frisch- und Abwasserleitungen. Das ist möglich, wenn man die Leitungen in Schluchten oberirdisch verlegt (wo sie niemanden stören und beizeiten überwuchert werden) und am Fuß des Felsen eine kleine biologische Kläranlage errichtet. Auf umweltverträgliches Wirtschaften achten beide selbstverständlich. Als sie für kurze Zeit bei einem Behelfsausschank Plastetrinkbecher verwenden mußten, entschuldigten sie sich dafür: "Ohne Frischwasser ist es leider nicht anders möglich."

Lilienstein

Daß es auch teurer geht, beweist das Land Sachsen am Lilienstein. Dort soll nach Presseberichten allein der neue Aufzug (eine einfache Seilbahn) 600.000 DM kosten. Abwasser wird in eine Klärgrube geleitet, die aller zwei Tage geleert werden soll. Der Ausbau der Gebäude auf dem Gipfel kostet dem Vernehmen nach ungefähr 1 Mio. DM. Allerdings - für die Wohnung des Wirtes reicht das Geld nicht mehr, was auf seinen heftigen Protest stößt: "Ich höre auf', erklärte er im Rundfunk.

Fähre Schöna

Im Mai diesen Jahres konnte endlich die Fähre in Schöna in Betrieb genommen werden. Genutzt wurde sie seitdem schon von Vielen. Eine Überfahrt kostet für einen Erwachsenen 2,00 DM.

Jagdschloss Bielatal

Im Jagdschloß Bielatal geschieht derzeit recht wenig. Das Projekt ist nach wie vor umstritten; inzwischen fließen Fördermittel davon und vielleicht auch noch mancher Schloßherr.

Elbschlößchen Rathen

Nach einem offiziell verhängten Baustopp darf jetzt der Bau in Rathen ohne jegliche Einschränkungen fortgesetzt werden. Im Gegenteil: Nun hat das Land auch noch Angst, daß es für die durch den Baustopp verursachten Nichteinnahmen aufkommen muß.

Kurhaus Bad Schandau

Der Investor des geplanten Kurhauses Bad Schandau hat sich zurückgezogen. Damit wird das Projekt nicht weiter verfolgt.



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