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Sanierung von Gebieten mit Erosionsschäden in der Sächsischen Schweiz

(Fortsetzung aus Heft 13)

In diesem Heft wollen wir weitere Stellen aufzeigen, in denen die Erosionsschäden durch eine Sanierung eingedämmt und aufgehalten werden können bzw. durch eine ständige Betreuung Vorhandenes erhalten werden kann. Es sind dies die Südseite des Rauschensteinsockels und die Dorfbachklamm von Altendorf ins Kirnitzschtal.

14. Rauschenstein (Schmilkaer Gebiet)

Die Zugänge zu den bekannten Klettergipfeln Rauschenstein (Süd- und Westseite) und Winklerturm im Schmilkaer Gebiet wurden durch die neu erschlossenen, sehr schönen und schwierigen Kletterwege immer stärker besucht, so daß große Schäden am gesamten Südhang des Rauschensteinsockels entstanden, vor allem, wenn sich große Bergsteigergruppen niederließen. Im Umkreis der Rastpunkte wurde dabei alles niedergetreten und zerstört. Die größten Schäden befanden sich vor allem an der Westecke des Rauschensteins, wo die Kletterwege Gondakante, Stirnkante, Schwarze Rampe u.a. ansteigen.

Noch heute, nach der Sanierung und Ruhigstellung der Flächen, muß man leider oft beobachten, daß die Absperrungen ignoriert werden (zumeist von den Kindern der Bergsteiger), so daß es die Natur schwer hat, sich wieder zu erholen.

Sanierungsgebiet Rauschenstein

In mühevoller Arbeit wurden ab dem Jahre 1995 durch die Nationalparkverwaltung mit Unterstützung der Bergsteiger Geländer, Stufen und Leitern angelegt und die versandeten Flächen mit Faschinen und Abstützungen ruhiggestellt. Jetzt ist ein eindeutiger und gut ausgebauter Zugang zu den Kletterwegen möglich und der Südhang unter dem Rauschenstein weitgehend geschützt.

15. Dorfbachklamm Altendorf

Die Dorfbachklamm zwischen Altendorf und dem Kirnitzschtal gehört zum Nationalpark Sächsische Schweiz und wird von einem Kletterklub des Sächsischen Bergsteigerbundes, dem KV "Nonnensteiner", ständig betreut.

Dorfbachklamm Altendorf

Die Altendorfer Dorfbachklamm wurde zuerst als alter Steinbrecherweg nach den Postelwitzer Steinbrüchen genutzt. Heute verläuft dort ein beliebter Wanderweg von Altendorf zu den Schrammsteinen.

Initiator des Ausbaus als Wanderweg war der Heimatforscher Hermann Lemme. Im Jahre 193 8 fand die Einweihung des Weges durch die "schaurig schöne, wildromantische Schlucht" statt, woraufhin das Tal mit dem neuen Wanderweg "Dorfbachklamm" benannt wurde.

In der Aktion des DWBO zur Gebietsbetreuung in der ,Sächsischen Schweiz im Jahr 1984 wurde die Betreuung der Dorfbachklamm durch die BSG Motor Dresden-Loschwitz übernommen. Im Jahre 1991 wurde die Betreuung in einer Vereinbarung zwischen dem Kletterklub "Nonnensteiner" des SBB und der Gemeinde Lichtenhain (Ortsteil Altendorf) erneuert.

Jedes Jahr werden Arbeitseinsätze im Frühjahr und im Herbst zur Instandhaltung und Pflege des Klammweges durchgeführt. Dabei werden die Stufen und Abstützungen instandgehalten, der Weg und das Bachbett von Unrat, Holz und Laub gesäubert, die Hangbefestigung gesichert sowie Reparaturen am Geländer und an den Eisenstufen vorgenommen.

Alfred Rölke


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