Sächsische Schweiz Initiative, Heft 15, Herbst 1998

Diskussion: Klettern an Massiven

Das Thema Klettern an Massiven ist weiterhin aktuell. Die Schaffung bestens gesicherter Kletterrouten soll nach Wunsch von Spitzenkletterern nicht an Gipfeln, sondern an einigen Massiven wie Burg Hohnstein, Zschirnstein und Gohrisch erfolgen. Konflikte mit Naturschutzverbänden und -behörden sind zu erwarten. Zudem entstehen damit in einem Gebirge zwei Kletterstile, das Sächsische Bergsteigen und das Sportklettern. Letzteres u.a. mit von oben eingebohrten Ringen und kurzen Ringabständen. Die Entwicklung des Klettersports in Sachsen ist eine Problematik, die teils unabhängig vom Naturschutz innerhalb der Bergsportverbände diskutiert werden muß, die aber auch, wie bei dem Wunsch der Ausweitung auf Massive, naturschutzfachlich geprüft werden muß. Der Sächsische Bergsteigerbund (SBB) lehnt das Klettern an Massiven ab und hat besonders auf die Signalwirkung der erstmaligen Freigabe eines Massivs hingewiesen, zumal die Befürworter auch keineswegs nur an einem Massiv klettern wollen.

Eine Gruppe von Kletterern mit dem Ziel des Massivkletterns hatte Anfang 1998 beantragt, eine AG des SBB zu werden. Da der SBB aber Klettern an Massiven ablehnt, war es zu keiner Anerkennung dieser AG im SBB gekommen. Die AG gab kürzlich ihre Auflösung bekannt. Auch die IG Elbsandstein hatte sich im Juni 1998 aufgelöst.

Massivklettern in der Sächsischen Schweiz - ökologisch verträglich ?

Folgenden Beitrag sandte uns Gerald Krug, der eine Diplomarbeit zum Thema "Felsklettern und Naturschutz im Nationalpark Sächsische Schweiz" an der MLU Halle geschrieben hat und derzeit für den Landesverband des Deutschen Alpenvereins eine Kletterkonzeption für die Gebiete außerhalb der Sächsischen Schweiz bearbeitet.

Seit dem Ende der DDR und dem damit verbundenen Wegfall der zentralistischen Organisationsstruktur des Bergsportes wurden Teile der Sächsischen Kletterregeln verstärkt hinterfragt. Besonders das Beklettern der bisher mit einem strengen Tabu versehenen Massive wird seitdem immer wieder diskutiert. Nach wie vor wird das Massivklettern zwar von der Mehrheit der Klettersportler und den entscheidenden Behörden abgelehnt, doch ist auch nicht zu übersehen, daß im Zuge der Verbreitung des Sportkletterns vor allem junge Kletterer zunehmend für die Nutzung von Massivwänden eintreten.

Hintergründe

Traditionell hat sich das Bergsteigen in der Sächsischen Schweiz aus dem Wunsch heraus entwickelt, Gipfel zu bezwingen. Ausnahmen sind die erste dokumentierte Sandsteinkletterei durch Abratzky am Königstein 1848 sowie 1903 die Zschirnstein-Südwand Begehung - beides Massivklettereien. Abgesehen davon waren die ersten Besteigungen darauf ausgerichtet, unbestiegene Felsen zu erreichen - die Art und Weise der Besteigung spielte damals zunächst keine Rolle (z.B. erste Besteigung des Falkensteins 1864 mit künstlichen Hilfsmitteln). Anfang des Jahrhunderts setzte sich der sportlich faire Stil, wie er von Oscar Schuster und anderen propagiert wurde, durch. Um 1910 wurden die Sächsischen Kletterregeln mit dem Ziel fixiert, den sportlichen Aspekt des Bergsteigens zu unterstreichen und die Felsen vor dem Einsatz von künstlichen Hilfsmitteln (Stufen, künstliche Griffe, Leitern usw.) zu bewahren. In dieser Zeit änderte sich auch die Einstellung zum Bergsteigen im Elbsandstein. War es zunächst nur um das ,ob" des Besteigens gegangen, war zunehmend das ,wie" von Interesse. Nicht allein das Erreichen des Gipfels zählte, sondern auch die Frage des Besteigungsstiles und des gewählten Aufstiegsweges. Eine besondere Rolle spielte dabei die Ausdehnung der Besteigungsrouten von den Rissen und Kaminen hin zu den damals zunächst für unmöglich gehaltenen Wänden (1903 Erstbegehung der Lokomotive-Esse). Eine geordnete schriftliche Fixierung der Sächsischen Kletterregeln erfolgte erstmalig 1948 (veröffentlicht im Kletterführer - Nachtrag von 1950). Über das Massivklettern wurde in dieser Zeit offensichtlich noch nicht nachgedacht, es erschien wohl als selbstverständlich, daß in der Sächsischen Schweiz nur freistehende Gipfel als Kletterziele galten. Eine erstmalige Definition von ,Klettergipfeln" erschien in den ,Regeln für das Felsklettern in den Mittelgebirgen der DDR" von 1966 (ergänzt 1968). Darin war für das sächsische Elbsandsteingebirge und das Zittauer Gebirge Massivklettern ausgeschlossen. Als Ausnahme auf Grund einer Vereinbarung zwischen dem DWBO und dem BNO (Bezirksnaturschutzorgan) wurden die beiden oben erwähnten historischen Massivaufstiege sowie die Lilienstein-Westecke für das Klettern freigegeben. Auf Grund der eingeschränkten Reisefreiheit waren alpine Trainingsmöglichkeiten im Osten Deutschlands rar - die Tatra war weit und die Alpen schier unerreichbar. Deshalb suchte man neben zahlreichen Steinbrüchen auch Sandsteinwände zum alpinen Training auf, wovon heute z.B. noch alte Haken in der Weißen Wand am Pfaffenstein und am Lilienstein zeugen. Seit den siebziger Jahren wurden aber auch bewußt einige Massivwände als Kletterziele aufgesucht, doch handelte es sich dabei um Einzelunternehmungen. Auf der tschechischen Seite begann in den 80er Jahren eine stürmische Erschließung von Massivwänden, die sich vor allem auf das Gebiet Elbwände konzentrierte. Eine Neubelebung erfuhr das Massivklettern unter Sportkletteraspekt in allen tschechischen Sandsteingebieten seit Beginn der 90er Jahre. Erst in jüngster Zeit kam es auch auf deutscher Seite verstärkt zur Erschließung von Massiven für das Klettern, so z.B. im Bahratal oder im Brandgebiet. Dabei wurden die Sächsischen Kletterregeln bewußt übertreten. Die meisten Sicherungsmittel dieser Massivkletterwege sind inzwischen wieder entfernt, doch der Konflikt schwelt weiter.

Im folgenden soll das Massivklettern unter dem Aspekt des Sportkletterns lediglich auf seine ökologischen Auswirkungen hin untersucht werden. Schlußfolgerungen auf die Verträglichkeit des Massivkletterns mit der Kletterethik im allgemeinen oder den Sächsischen Kletterregeln im Speziellen sowie juristischen Fragen werden nicht getroffen.

Die Untersuchung des Massivkletterns auf seine ökologischen Auswirkungen gliedert sich in eine quantitative und eine qualitative Fragestellung, wobei beide immer wieder miteinander in Verbindung gebracht werden müssen.

1. Quantitativer Aspekt

Verschiedene Schätzungen und auch Messungen gehen davon aus, daß zur Zeit zwischen 5 und 15 Prozent der Felsfläche der Sächsischen Schweiz zu Gipfeln gehört und somit klettersportlich genutzt wird. Damit sind mindestens 85% der Felsen Massive. Ein Blick auf die Karte zeigt jedoch, daß die Kletterziele sehr unterschiedlich verteilt sind: allein 239 Gipfel (ca. 22% aller Gipfel) befinden sich im Bielatal, während sich z.B.östlich der Thorwalder Wände nur noch wenige Kletterfelsen finden. Trotzdem sind beliebte und stark frequentierte Felsen in der gesamten Sächsischen Schweiz zu finden und es wird davon ausgegangen, daß gerade diese Streuung geholfen hat, Überlastungserscheinungen in einem bestimmten Maße zu verhindern.

Wie würde sich das Massivklettern auf diese Situation auswirken? Es ist abzusehen, daß bei einer generellen Massivfreigabe eine ähnliche Situation wie bei den Klettergipfeln zu erwarten wäre: selten genutzte Bereiche stünden stark frequentierten gegenüber. Allerdings wäre davon auszugehen, daß stark genutzte, nach Gesichtspunkten des Sportkletterns eingerichtete Massivwände intensiver beansprucht würden, als dies bei derzeit stark genutzten Gipfelbereichen, wie etwa dem Bielatal, der Fall ist. Ursache ist die bessere ,Benutzbarkeit" auf Grund der besseren Absicherung. Andererseits könnte die begrenzte und gesteuerte Öffnung von Massivwänden auch zu einer gewissen Verlagerung des Kletterbetriebes im Sinne des Naturschutzes führen. Eine solche Entflechtung macht natürlich nur dann Sinn, wenn neu erschlossene Massivwände in ohnehin schon touristisch genutzten Bereichen lägen, während z.B. in der Kernzone dafür Klettermöglichkeiten aufgegeben würden. Ein so aus quantitativer Sicht avisierter ,Tausch" hätte wiederum nur dann einen Sinn, wenn er auch naturschutzfachlich, also qualitativ Vorteile bringt.

2. Qualitativer Aspekt

2.1 Erosion

Die Erosion ist eines der Hauptprobleme für die Naturschutzarbeit in der Sächsischen Schweiz. Ihre Folgen reichen vom Bodenverlust über den Standortverlust wertvoller Pflanzenarten bis hin zur Gefährdung von Felsformationen. Beim Massivklettern in bisher unerschlossenen Bereichen würden neue Hangzonen einer verstärkten Bodenerosion unterworfen. Hier wäre eine klettersportliche Nutzung sehr bedenklich. Massive, die auf vorhandenen Wegen erreicht werden können, sind in Bezug auf die Bodenerosion dann relativ unbedenklich, wenn sich auch in der unmittelbaren Umgebung keine besonders erosionsanfälligen Standorte befinden. Starke Beachtung sollte diesbezüglich dem Wandfußbereich (oft hohe Hangneigung = hohe Erosionsanfälligkeit) sowie der Umgebung des Wandfußes geschenkt werden. Hier wird im Rahmen der Ausübung des Klettersportes i.d.R. gelagert, sowohl von den Kletterern selbst, als auch von Begleitpersonen (Partner, Kinder usw.). Dabei kommt es an ebenen Stellen und Aussichtsbereichen, wie man es auch von Wanderrastplätzen her kennt, zu flächiger Beeinträchtigung der Bodendecke. Im Hinblick auf die Bodenerosion auf Felskopfbereichen ist Sportklettern (egal ob an Massiven oder Gipfeln) ökologisch verträglicher als das traditionelle Klettern, da vor Erreichen des Felskopfes umgelenkt und abgeseilt wird.

2.2 Flora

Hinsichtlich der Flora würde sich die Zulassung von Massiven für den Klettersport zunächst schädlich auswirken, da Wandbereiche in die Nutzung einbezogen würden, die bisher - zumindest zum großen Teil - unberührt waren. Gerade bei genereller Massivfreigabe käme es zu Standortverlusten seltener Arten. Aber auch quantitativ gesehen werden Pflanzenstandorte in Mitleidenschaft gezogen, wie z.B. Flechten und Moose im direkten Felsbereich (gering) und Gefäßpflanzen am Wandfuß (erheblicher). Massivklettern könnte nur dann floristisch als ,low impact" ausfallen, wenn im Zuge der Entflechtung von Bergsport und hochsensiblen Schutzbereichen momentan bergsportlich genutzte Standorte wertvoller Arten ruhiggestellt werden könnten, so daß sich bedrohte Arten regenerieren könnten.

2.3 Fauna

Die Felswände der Sächsischen Schweiz bilden für einige Tierarten einen unverzichtbaren Teil ihres Lebensraumes. Massivklettern ist beim Vorhandensein felsbewohnender Tiere (z.B. seltene Fledermausarten und Wanderfalken) ökologisch unvertretbar. So würde beispielsweise die Freigabe der Weißen Wand am Pfaffenstein für den Klettersport die Wiederansiedlung des Wanderfalken in diesem Bereich gefährden. Es wurde in den vergangenen Jahren deutlich, daß diese Art mit der auf die Brutzeit befristeten Sperrung der umliegenden Gipfel leben kann. Gibt es dagegen keine naturschutzfachlich wertvollen Arten im Bereich einer Massivwand, stehen einer klettersportlichen Nutzung keine faunistischen Bedenken gegenüber. Beachtenswert ist in jedem Falle der Beunruhigungseffekt. Menschliche Einflüsse wirken generell auf die Tierwelt um so beunruhigender, je intensiver und unregelmäßiger sie auftreten. Massivklettern im Sportkletterstil wäre voraussichtlich einerseits eine sehr intensive Beeinflussung, andererseits aber auch eine verhältnismäßig regelmäßige. Letzteres deshalb, da aufgrund der wachsenden Attraktivität des Sportkletterns entsprechende Massivwände von vielen Kletterern regelmäßig aufgesucht würden. Da Sportkletterrouten gut abgesichert sind, wären auch wesentlich mehr Begehungen zu erwarten als an den traditionell abgesicherten Wegen der Gipfel. Dies ist eine Tatsache, welche sich bei einem Vergleich der Begehungszahlen (Gipfelbuchauswertung) vorhandener, unterschiedlich abgesicherter Routen nachvollziehen läßt. Massivklettern in touristisch bereits stark genutzten Bereichen (z.B. der in diesem Zusammenhang bereits öfter diskutierte Burgfels Hohnstein) würden keinen zusätzlichen Beunruhigungseffekt auf die Tierwelt auslösen. Die klettersportliche Nutzung von Massiven in abgelegenen Ruhebereichen oder exponierten Lagen ist ökologisch bedenklich. Hinsichtlich der Tierwelt wäre bei der ,Lösung der Massivfrage" aber auch die Chance vorhanden, durch Verlagerung des Bergsportes größere Bereiche als bisher für die Tierwelt ruhigzustellen (Verzicht auf sehr abseits bzw. einzeln stehende Gipfel in Ruhebereichen).

2.4 Geotopschutz

Die Nutzung von Felsen für den Klettersport beeinträchtigt die Felsoberfläche - unabhängig davon, ob dies an Gipfeln oder Massiven geschieht. Besonders wenn - entgegen den Sächsischen Kletterregeln - an brüchigem Gestein bei Nässe geklettert wird, kommt es zu Schädigungen. An vielen Felsen hat sich auch gezeigt, daß besonders intensive Nutzung über Jahrzehnte hinweg zu Abnutzungserscheinungen geführt hat (z.B. Rabentürmchen). Im Vergleich zum traditionellen Klettern schneidet das Sportklettern hinsichtlich der Oberflächenbelastung im Detail qualitativ besser ab. Die Wege verlaufen beim Sportklettern geradlinig von unten nach oben und enden an einem Umlenkpunkt. Quergänge oder gewundene Seilverläufe, welche an einigen Felsen zum tiefen Einschneiden von Seilriefen in den Fels führten (z.B. Pelmoband am Hinteren Gansfels), treten beim Sportklettern i.d.R. nicht auf. Das Nachholen in der Wand von Standplätzen aus ist ebenfalls unüblich. Der Ausstieg über die obere Felskante bleibt aus. Eine Gefahr für die feste äußere Schicht stellt die Möglichkeit der Verwendung von Magnesia dar. Dieses bildet in unserem humiden Klima im Felsinneren ,bauschädliche Salze" (nach Sylvia Wohlrab 1998), welche nach Jahren/Jahrzehnten in der Endkonsequenz zu Felsabsprengungen führen können. Die Folgen sind von der natürlichen Felserosion her bekannt: ist erst die bindemittelreiche Außenschicht beschädigt, schreitet die Erosion im Felsinneren, wo weniger Bindemittel vorhanden sind, wesentlich schneller voran. Da Massivwände besonders stark genutzt werden würden, könnten im Sinne des Geotopschutzes also nur feste Bereiche unter Verzicht auf Magnesia als unbedenklich eingestuft werden.

Gerald Krug, Halle

Fazit des Verfassers (Gerald Krug, Halle)

Eine Öffnung der Sächsischen Kletterregeln im Hinblick auf die pauschale Freigabe von Massivwänden ist naturschutzfachlich nicht vertretbar. Massivklettern ist aber nicht a priori umweltschädlich - auch nicht im Vergleich zum traditionellen Klettern an Gipfeln. In Einzelfällen kann Massivkletterei durchaus ökologisch verträglich sein. Sinnvoll erscheint aus naturschutzfachlicher Sicht eine Diskussion des Massivkletterns unter dem Gesichtspunkt der Entflechtung von Bergsport und ökologisch sensiblen Bereichen.

Meinung und Fazit der Redaktion

Es ist durchaus sinnvoll, eine Diskussion zu führen über das Massivklettern unter dem Gesichtspunkt der Entflechtung von Bergsport und ökologisch sensiblen Bereichen. Aber der Teufel steckt im Detail. Die Geschehnisse im Brandgebiet zeigen doch, daß es den Neuerschließern nicht um Verbindung von Neuerschließung und Ökologie geht, dort geht es nur um neue Wege und um Profilierung.

Also, welche Massive sollen erschlossen und welche Felsen gesperrt werden?

Das gesamte Gebiet der Sächsischen Schweiz ist empfindlich gegen Erschließungen. Es würden neue Trampelpfade entstehen und abgelegene Ruhezonen gestört werden. Es wurden bereits Gipfel in der Hinteren Sächsischen Schweiz aufgegeben ohne Gegenleistung. Und das ist auch in Ordnung, weil Kompromißbereitschaft signalisiert wird.

Wie Gerald Krug richtig bemerkt hat, würden Massivwände intensiver beansprucht werden als traditionelle Gipfel. Also gäbe es eine Konzentration von Kletterern wie z.B. am Lorenzstein. Im Vergleich dazu: der Kanstein-Vorgipfel bietet schwerere Routen, abenteuerlicher abgesichert - kaum Leute dort.

Noch ein Gedanke. Kletterwände sollten die Alternative zu Massivwänden sein. Sie geben doch eigentlich alles, was Massivtouren so attraktiv machen - Athletik, gute Sicherung, Klettern bei Regen.

Zu berücksichtigen ist auch, daß Sportkletterrouten an Massiven vorwiegend in steilem, glatten Fels in höheren Schwierigkeiten erschlossen werden. Ein Tausch Massive gegen einzelne Gipfel gibt den Sportkletterern neuen Kletterfels und nimmt dagegen der großen Anzahl von traditionellen Kletterern, die leichtere Gipfel klettern und in nicht so überlaufene Gebiete gehen, Klettermöglichkeiten.

Massivklettern, wie es betrieben werden soll, hat nichts mit dem traditionellen Bergsteigen in der Sächsischen Schweiz zu tun.

Sollte man nicht die Zeit für die Sächsische Schweiz arbeiten lassen? Nach der Wende wurden erheblich weniger Kletterer im Gebirge gezählt. Behutsamer Umgang mit den Felsen sollte propagiert werden. Die Kletterer müssen begreifen, daß Bergsteigen in einem geschützten Gebiet wie der Sächsischen Schweiz ein Ausnahmefall in Deutschland ist. Also kann nicht MEHR das Ziel sein, sondern BEHUTSAMKEIT.

Steffen Kube, SSI-Redaktion