Sächsische Schweiz Initiative, Heft 17, Herbst 2000

Teil 1: Wege in der Kernzone des Nationalparkes Sächsische Schweiz

Ein Teil der Studie SBB (1999) hatte zum Gegenstand, das Wanderwegenetz im Nationalpark und insbesondere in der Kernzone einer möglichst umfassenden Bestandsaufnahme und Analyse zu unterziehen. Die Methodik und die wichtigsten Ergebnisse sollen im Folgenden wiedergegeben werden.

Die Sächsische Schweiz ist ungefähr 600 km² groß. Der Nationalpark umfaßt davon 93,8 km² (NATIONALPARKVERWALTUNG (1998)). Eine flächendeckende Untersuchung hätte nur relativ oberflächlich erfolgen können. Aus diesem Grunde wurde mit dem Untersuchungsgebiet ZEUGHAUS ein kleineres Gebiet ausgewählt, dieses aber so vollständig wie möglich erfaßt und umfassend analysiert. Das Gebiet umfaßt mit 2 km x 3 km = 6 km² (Abb.1), davon sind 5,03 km² Kernzone. Dies sind 23 % der gesamten Kernzone und 38 % der Kernzone des hinteren Nationalparkteiles. Damit erscheinen die Ergebnisse für die gesamte NP-Kernzone repräsentativ.

[Abb. 1: Lage des Untersuchungsgebietes Zeughaus]

Erfassung der Wege und ihrer Merkmale

Das Untersuchungsgebiet ist kartographisch ausgezeichnet erfaßt. Aus den Jahren 1878, 1898, 1908, 1913, 1931, 1965, 1981 und 1990 existieren detaillierte Kartierungen (s. Kartenverzeichnis, die ersten 6 Karten zeigt Abb. 2). Alle 8 Karten wurden in einen einheitlichen Maßstab vergrößert, und es wurde ein gemeinsames Gesamtwegenetz entworfen. Nach einem Vorentwurf erfolgte eine Einpassung aller Karten, anschließend mußten Lageabweichungen ausgeglichen werden. Abb. 3 verdeutlicht die Vorgehensweise.

Jedes Wegstück hat in jeder der 8 Karten eine bestimmte Signatur, die den örtlichen (physischen) Zustand des Weges zur Kartenaufnahmezeit beschreibt. Aus diesen Signaturen wurden - klassifizierend - "Wegklassen" gebildet und mit Einheiten E gewichtet:

Einheiten Wegeklasse
0 E "nicht berzeichnet"
10 E Pfadspur
20 E Pfad
40 E Fußweg
60 E Feld- u. Waldweg
80 E Unterhaltener Fahrweg
100 E Einspurige Nebenstrasse

Je eine Legendenstufe bildet eine "Vollklasse" à 20 Einheiten, Zwischenstufen sind als "Halbklassen" à 10 Einheiten ansprechbar. Die Pfadspur wurde, um sie nicht zu hoch zu wichten, lediglich als Halbklasse eingeordnet.

In Anlehnung an schweizerische und DDR-Landesvermessungsvorschriften können die Klassen wie folgt beschrieben werden:

[Abb. 3 Sämtliche erfaßten Wege des Untersuchungsgebietes mit Weggruppenzuordnungen. Gesamtlänge 71070m.]

Parallel dazu erfolgte eine Einschätzung der rechtlichen (finalen) Besucherlenkungssituation. Hierfür wurden - typisierend - "Weggruppen" gebildet, wobei jedes Wegstück einer der folgenden 14 Weggruppen zugeordnet wurde:

Die Vielfalt der Weggruppen zeigt allerdings auch, daß die Gruppenbildung nicht ganz unproblematisch war.

Alle Wegstücke wurden mit ihrer Länge, ihren 8 Wegklassen und ihrer Weggruppe in eine Datenbank eingetragen. Damit konnte eine umfassende numerische Auswertung erfolgen. Abb. 5 zeigt einen Ausschnitt aus den Protokollen. Um unsichere Wege auszuschließen, wurde ein Teil der Tests zusätzlich nur mit den Wegen gerechnet, die mindestens dreimal nachgewiesen wurden ("manifestes Wegenetz"). Insgesamt erfolgten folgende 17 Berechnungsreihen:

1. Sicherheit der Nachweise;
2. Aufgliederung in manifeste/nicht manifeste Wege;
3. Wegabschnittsweise Wegklassenmittel und -streuungen sowie Prognose der Wegklassen von 1850 bis 2100 mittels linearer Regression;
4./5. Häufigkeit der einzelnen Wegklassen (gesamt/manifest);
6.-9. Gemeinsame Auswertung von Nachweissicherheit und Wegklasse in 4 Varianten;
10. Vollständigkeit der Karten nach ungewichteter Weglänge;
11. Vollständigkeit der Karten nach mit Wegklasse gewichteter Weglänge;
12. Prognose der Gesamtweglängen von 1850 bis 2100;
13./14. Häufigkeit der einzelnen Weggruppen (gesamt/manifest);
15. Gemeinsame Auswertung von Wegklassen und Weggruppen;
16. Modellrechnung des Verhaltens bestimmter Erholertypen unter dem Einfluß der Besucherlenkung;
17. Lokale Berechnungen einzelner Viertelquadratkilometer

.

Grundsätzlich ist die Methodik auch auf andere Gebiete übertragbar. Die Weggruppen sind allerdings sehr speziell auf das Untersuchungsgebiet zugeschnitten.

[Abb. 5: Ausschnitt aus den Protokollen des Berechnungergebnisse.]

Ergebnisse der Untersuchung

Unsere Wege, das Sein des Menschen in der Landschaft, Wandern überhaupt - all das ist etwas sehr Lebendiges. Ist da Statistik überhaupt ein angemessenes Behandlungsmittel? Wenn man die Zahlenkolonnen nicht überbewertet - vielleicht schon. Mit Hilfe der Berechnungen ist es möglich, Antworten auf zahlreiche Fragen zu geben, die in der gegenwärtigen Diskussion bedeutsam sind.

1. Nimmt die Belastung der Natur durch den Wanderer immer mehr überhand? Am Wegenetz läßt sich dies zumindest nicht nachweisen. Das Wanderwegenetz der Sächsischen Schweiz ist seit etwa 120 Jahren stabil. Es wurden in den einzelnen Aufnahmejahren der Kartenstichproben im Untersuchungsgebiet folgende Weglängen nachgewiesen:

Jahr Weglänge
1878    42560 m
1898 45970 m
1908 46100 m
1913 48730 m
1931 51190 m
1965 58300 m
1981 48230 m
1990 47030 m

Aus den Schwankungen ist eine Zunahme nicht ersichtlich. Vielmehr dürften die Schwankungen auf Schätzungsunsicherheiten der aufnehmenden Topographen beruhen.

2. Aber es gibt doch viele Wege, die im Laufe der Jahre immer ausgetretener werden? Wege sind etwas Lebendiges, manche werden breiter, manche wachsen zu. Es gibt sehr vielfältige Einflüsse, die sich auf die Wege auswirken. - Ein interessantes Beispiel gibt es in dem Planquadrat von Abb. 3: Über dem Fuchsloch erschien zunächst ein Weg scheinbar lageverändert (siehe die Fragezeichen, JS*). 1878 und 1908 war er noch etwa 50 m weiter talwärts kartiert worden als später. Von Zeughausförster Gerhard Steiner erfuhr ich die Erklärung: Ihm hatte vor Jahren ein alter Jäger, der in seiner Jugendzeit noch Leibjäger des Königs war, berichtet, daß es zu deren Aufgabe gehörte, alte Jagdsteige zu warten und daß diese sogar gekehrt werden mußten. Ein solcher Steig verlief auch am Hang über dem Fuchsloch. Mit dem Ende der königlichen Jagd büßten die Jagdsteige ihre Funktion ein. Die Bergsteiger erstiegen 1894 Seehorn und Großlitzner. Ihre Pfade verlaufen bis heute weiter oben, unmittelbar an den Einstiegen. Der alte Steig ist heute noch im Hangprofil erkennbar: Kein Kartenfehler - vielmehr ein Stück Geschichte, welches man von den Wegen erfahren kann. - Ein anderes Beispiel: Bis 1931 wurde stets ein sehr dichtes Pfadnetz in den oberen Partschenhörnern kartiert - kein Wunder, lag doch mit dem Prebischtor ein 1a-Touristenziel in unmittelbarer Nähe. Diese Gegend ist heute dank der Grenze völlig unwegsam. Mit zunehmender Grenzdurchlässigkeit läßt sich aber eine Wiederentdeckung der oberen Part-schen-hörner vorhersagen. - An weiteren Einflüssen sind erkennbar: Forstnutzung, Heidelbeerernte, Wandel des touristischen Zeitgeschmacks, Ersatzwegebau, Unweg-samwerden durch Holzverbruch, Besucherlenkung. In der Summe gleichen sich die Einflüsse etwa aus.

3. Vielleicht gibt es aber eine Zunahme der Begangenheit, die uns langfristig, von einer einzelnen Generation kaum bemerkt, bedroht? Es gibt tatsächlich vage Hinweise. Eine Regressionsanalyse über die 8 den Karten entnommenen Weglängensummen ergibt eine Wegzunahme von ca. 10 Metern pro Jahr und km². Das entspricht einem Zuwachs von etwa 10 % in 100 Jahren. Das Quadrat des Korrela-tions-koeffizienten ist dabei 0,25, was bedeutet, daß es zwar einen linearen Einfluß auf die Wegeentwicklung gibt, dieser wird aber von anderen (zufälligen) Einflüssen um ein Mehrfaches übertroffen. Die Zunahme ist also sehr gering und statistisch unsicher.

4. Stimmen denn die Karten? Haben die Kartographen nicht oft übertrieben und häufig kaum vorhandene Wildwechsel und Pfadspuren als Wanderwege eingetragen? Die einzelnen Wegenetze unterscheiden sich von Karte zu Karte. Nur 44 % der Wege sind in allen 8 Karten nachgewiesen. Ebenso gibt es 17 % Wege, die nur in je einer Karte nachgewiesen sind. Die restlichen 39 % der Wege sind zwei bis siebenmal nachgewiesen. Um unsichere Wege auszuschließen, wurden viele Berechnungen nur auf Wege bezogen, für die es mindestens Nachweise in 3 Karten gibt. Diese Wege wurden als manifestes Wegenetz ausgeschieden. 53500 m der insgesamt 71070 m Weg im Untersuchungsgebiet sind manifest. Das sind etwa 75 %.

5. Sind nicht die Wege viel zu dicht? Die Wegdichte ist eine die Landschaft beschreibende Kennzahl, etwa wie auch Niederschlagssumme, Hangneigung, Bevölkerungsdichte oder Waldflächenanteil. Je nach Definition und Karte können verschiedene Werte errechnet werden, die auch stark schwanken. Im manifesten Wegenetz wurden 89 lfm/ha ermittelt. Bezieht man die nichtmanifesten Wege mit ein, so werden es 118 lfm/ha. Einzelne Karten ergeben 70 lfm/ha (Äquidistantenkarte 1879) bis 97 lfm/ha (Topographische Karte 1965). Auswertungen einzelner Viertelquadrat-kilometer ergaben Werte zwischen 170 lfm/ha (Backofen) und 65 lfm/ha (Gr. Zschand/Grenze). Es gibt also Schwankungen etwa im Verhältnis 1 : 4. Es ist keinesfalls einfach, festzulegen, was normal ist oder zu hoch oder zu niedrig.

6. Im Gebirge fallen viele kleinen Pfade auf - sind das nicht zu viele? Wenn man die Karten-Legenden-Wegklassen bewertet, kommt man zu folgenden Klassenhäufigkeiten im manifesten Wegenetz:

Nebenstraße 0,0 %
Unterhaltener Weg10,0 %
Feld- und Waldweg15,7 %
Fußweg22,2 %
Pfad40,3 %
nicht verzeichnet*11,8 %

(* d. h. im Mittel unter 50 % des Gewichts von Pfad)

Der Pfad ist also die typischste Wegklasse in den Felsrevieren der Sächsischen Schweiz.

7. Aber die markierten Wege müßten doch eigentlich für die Wanderer ausreichen? Ein Teil der Wege trägt seit 1909 farbige Markierungen mit traditionell grün-weißer Wegweiser-Beschilderung. Diese markierten Wanderwege machen im Untersuchungsgebiet aber lediglich 19,2 % der manifesten Wege aus. Hierbei sind nur 13,4 % typische Wanderwege. 5,8 % sind Forststraßen, die viele Wanderer weniger attraktiv finden. Alle anderen Wege sind lediglich beschildert oder völlig unmarkiert. Viele dieser Wege sind aber für den Wanderer nicht uninteressant. Vgl. hier auch die Fremdenverkehrsgeographen HARTSCH, ANDREAS und NEEF, die (1975) festgestellt haben, daß der Wanderfremdenverkehr in der Sächsischen Schweiz flächendeckend ausgeprägt ist.

8. Wie groß ist der Anteil der Wege, die künftig noch begangen werden können? Dies hängt davon ab, welche Weggruppen als gesperrt gelten. Im Manifestnetz wurde ermittelt:

Wege gesamt, die in den siebziger Jahren noch zugänglich waren: = 100,0 %

- Stille Wege und Totalreservatswege, die bereits seit etwa 1980 weitgehend einvernehmlich als gesperrt gelten: - 4,7 % = 95,3 %

- ?-Wege und nicht mehr beschilderte Wege ("NBW"), deren Beschilderung bis etwa 1995 allmählich entfernt wurde: - 16,9 % = 78,5 %

- ?-Wege Typ Klettergipfelzugang (B), entmarkierte Steige ("EMS") und unausgeschilderte Wege Kernzone ("UWK"), die zwar noch nicht als gesperrt gelten, deren Begehbarkeit aber mit Einführung eines strengen Wegegebotes in der Kernzone ohne Anbringung einer Sondermarkierung für Wanderer unsicher ist: - 35,6 % = 42,9 %.

Diese verbleibenden 42,9 % bestehen aus 5,5 % ?-Wegen Wandertyp (A), 6,4 % beschilderten Wegen, 13,4 % markierten Wegen, 5,8 % markierten Forststraßen sowie 11,8 % Nicht-Kernzonenanteil unbeschilderter Wege, die im Testgebiet liegen. Mit nichtmanifesten Wegen und bei reinen Kernzonen-Teilgebieten sind die Zahlen noch ungünstiger. Hier kann die Begehbarkeit bis auf 10 bis 20 % zurückgehen. Es besteht aber andererseits auch die Möglichkeit, daß uns viele der kleineren Wege mittels speziellem Wegzeichen (s. NATIONALPARKREPORT (2000)) trotz strengem Wegegebots als Bergpfade erhalten bleiben.

9. Wie wirkt sich die Besucherlenkung aus? Die praktizierte Besucherlenkung hat die Tendenz Besucher auf überwiegend markierten Hauptwanderwegen zu "bündeln" und kleinere Wege zu sperren. Hier wurde eine Modellrechnung durchgeführt, die die Wirkung der Besucherlenkung auf verschiedene "Erholertypen" nach FINGERHUT (BENTHIEN (1997)) feststellt. Dabei wurde festgestellt, daß in der Nationalpark-Kernzone folgende Anteile der für den jeweiligen Erholertyp interessanten Weggruppen gesperrt werden:

Damit trifft das Wegegebot massiv den traditionell in kleiner Gruppengröße wandernden Gebietskenner und den dem Nationalparkgedanken aufgeschlossenen längerbleibenden und wiederkehrenden Urlauber. Bevorzugt werden Ausflügler, Kurzurlauber, Einmalurlauber, Schnellbesucher sowie Besucher, denen Verbote egal sind. - Gegen einzelne Besucher-lenkungsmaßnahmen ist nichts einzuwenden, bei Verbots- und Gebotsmaßnahmen in größerem Umfang wird aber deutlich, daß sich gerade viele ausgesprochene Wander- und Naturliebhaber zu recht überproportional stark benachteiligt fühlen.

Rolf Böhm

Literaturverzeichnis

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BENTHIEN, B. 1997: Geographie der Erholung und des Tourismus - Gotha: Perthes 1997.

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BÖHM, R.; GROSSER, A. 1998: Was ist eigentlich ein Weg? - Erhebungen zum Wegenetz im östlichen [westlichen!] Winterberggebiet. - In: Sächsische Schweiz Initiative, Heft 15, S. 17ff. Dresden 1998.

BÖHNERT, W.; WÄCHTER, A. et al. 1998: Sächsische Schweiz. Landeskundliche Abhandlung. Natur - Mensch - Kultur. - Königstein: Nationalparkverwaltung 1998.

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GRAF, D. 1986: Aus der Naturschutzarbeit. - Sebnitz: Rat des Kreises Sebnitz, Kreisnaturschutzorgan 1986.

GULLICH, R. 1987: Zur Entwicklung der Wegemarkierungen im Gebiet des Kreises Sebnitz von 1878 bis 1985. - In: Beiträge zur Heimatgeschichte, Heft 4. Sebnitz: Heimatmuseum 1987.

HARTSCH, E. 1963: Der Fremdenverkehr in der Sächsischen Schweiz. Dissertation. - In: Wiss. Veröff. d. dt. Inst. f. Länderkunde Leipzig, N. F., Bd. 19/20, S. 343 ... 490, 1963.

HARTSCH, E.; ANDREAS, G.; NEEF, E. 1975: Erholungsfunktion und Interferenzproblem in der Sächsischen Schweiz. - In: Berichte des Arbeitskreises Sächsische Schweiz in der Geographischen Gesellschaft der DDR, S. 23 ... 36. - Gotha: Haack 1975.

NATIONALPARK 1990, 1994a, 1994b, 1999: Nationalpark Sächsische Schweiz. Schriftenreihe des Nationalparkes Sächsische Schweiz. Sonderheft zur Eröffnung 1990, Heft 1 1994, Heft 2 1994, Heft 3 1999. Königstein/Bad Schandau: Nationalparkverwaltung.

NATIONALPARKREPORT 1/2000: Bad Schandau: Nationalparkverwaltung.

NATIONALPARKVERWALTUNG 1998: Pflege- und Entwicklungsplan für den Nationalpark Sächsische Schweiz, Teil Wegekonzeption, Entwurf 09/1998. - Königstein: Nationalparkverwaltung Sächsische Schweiz 1998, unveröffentlicht.

SBB et al. 1998: Sächsischer Bergsteigerbund, Touristenverein "Die Naturfreunde", Bergwacht Sachsen des DRK, Akademische Sektion Dresden des DAV, Sächsischer Wander- und Bergsportverein, Arbeitskreis "Sächsische Schweiz" im Landesverein Sächsischer Heimatschutz: Grundsätze zum Wanderwegekonzept der Verbände. - In: Sächsische Schweiz Initiative, Heft 15, S. 15f., Dresden 1998.>

SBB 1999: Wanderwege im Nationalpark Sächsische Schweiz unter besonderer Berücksichtigung der Kernzone im hinteren Nationalparkteil. Bearbeitet von V. Beer, R. Böhm, P. Rölke. Dresden 1999.

SCHINDLER, J. 1996: Chronik und Dokumentation zur Geschichte von Wandern und Bergsteigen in der Sächsischen Schweiz sowie zur Entwicklung touristischer Organisationen in Sachsen. Teil I: Von der Besteigung des Falkensteins 1864 bis zum Ende des 1. Weltkrieges 1918. - Dresden: Joachim Schindler 1996.

STEIN, J. et al. 1992: Mit Seil und Haken, den Naturschutz im Nacken. - In: Nationalpark Nr. 74, 1/1992, S. 7ff. - Grafenau: Morsak 1992.

WIEDEMANNN (1955): Die Sächsische Schweiz als künftiger Nationalpark der Deutschen. Eine planerische Betrachtung über den Schutz des sächsischen Elbsandsteingebirges und die Steigerung des Erholungswertes aus planerischer Sicht. - In: Jahrbuch für Touristik 1955/56, S. 11 - 28. Dresden: BSG Empor Löbtau.

Verzeichnis der ausgewerteten Karten

1 Topographische Karte von Sachsen (Äquidistantenkarte) 1:25000. -Topographisches Bureau des Königlichen Generalstabes. - Blätter der Sächsischen Schweiz datiert 1878/79, (Nach- oder Erst-)Auflage 1887.

2 Topographische Karte von Sachsen (Meßtischblätter) 1:25000. - Abteilung Landesaufnahme des sächsischen Generalstabes. - (1.) Aufnahme (der Blätter der Sächsischen Schweiz) 1898/99, Erstausgabe um 1902, Nachauflagen u. a.1911, 1919.

3 Vordere und hintere Partschenhörner 1:15000. Kartenautor (nach René Prokoph) Th. Schäfer. - Als Karte IV in: Meinholds Routenführer No. 1. Sächsisch-Böhmische Schweiz. - Dresden: Meinhold 4.(9.) Aufl. 1918(1926), Hrsg. Zahnarzt Kirsch. Erstauflage ca. 1908.

4 Hinterhermsdorf und die Schleusen 1:16666 2/3. Nach der Natur bearbeitet von Joh. Schulz. - Dresden: Meinhold (nach Hans Brunner) ca. 1913.

5 Topographische Karte von Sachsen (Meßtischblatt) 1:25000. - Reichsamt für Landesaufnahme, Landesaufnahme Sachsen. - Die Blätter der Sächsischen Schweiz wurden in den Jahren 1931 - 1933 sehr umfassend überarbeitet. Erstausgabe 1935, Nachauflagen 1939, 1944. Reprints sind beim Landesvermessungsamt erhältlich.

6 Topographische Karte 1:10000 - Vertrauliches Landeskartenwerk der DDR. Bearbeitet vom Topographischen Dienst. Die Aufnahme der Blätter der Sächsischen Schweiz läßt sich anhand der Erstbesteigung des Klettergipfels Topograph im Bielatal in die 60er Jahre datieren. Dies bestätigte auch U. Ruske, der dienstälteste Topograph des Landesvermessungsamtes.

7 Karten im Kletterführer. Bearbeitung von Helmut Paul, Maßstab (Gebiet Großer Zschand) ca. 1:18000 - In: Kletterführer Elbsandsteingebirge, bearbeitet unter D. Heinicke. 3 (6) Bände - Berlin: Sportverlag 1981, 1984, 1991.

8 Großer Zschand 1:10000, Wanderkarte. Kartierung 1980 ... 1985, Aktualisierung 1990 - Dresden/Berlin: Rolf Böhm 1991.