Sächsische Schweiz Initiative, Heft 17, Herbst 2000

Hohe Besucherzahlen im Bielatal...

...sprechen für die touristische Attraktivität und den hohen Erholungswert des Gebiets Die gestiegene Mobilität und schnelle Erreichbarkeit, kurze Anmarschwege vom Parkplatz, fester, kinderfreundlicher Fels und Gastronomie ziehen aber nicht nur Wanderer und Kletterer, sondern auch viele "Erlebnisboofer" an. Dabei ist auch ein gewisser Verdrängungseffekt aus dem Nationalparkgebiet spürbar. Die enorme Frequentierung der Boofen, insbesondere, wenn bei sommerlich trockener Witterung auch noch gefeuert wird, führt zu ernsten ökologischen Problemen.

Aus diesem Grund fand am 14. April 2000 eine erste Ortsbegehung mit Forstamts- und Revierleiter sowie Vertretern von SBB und Nationalparkverwaltung statt. Dabei wurden nicht nur ausgewählte Problemboofen besprochen, sondern auch die zunehmende Erosion in vielbegangenen Kletterbereichen. Insbesondere im Gebiet des Nymphenbades besteht dringender Handlungsbedarf, um das Zertreten der Hangvegetation zu stoppen. Durch die Arbeitskräfte des Forstamtes werden hier noch in diesem Jahr Kletterzustiege angelegt, deren Verlauf gemeinsam mit Kletterern des SBB geplant werden soll, um Konflikte zu vermeiden. Künftig wird in den Problembereichen eine enge Zusammenarbeit zwischen Forstamt und SBB bestehen, da beide Seiten an einer naturverträglichen Nutzung des Gebietes interessiert sind.

Jana Lochschmidt, Andreas Finke