Sächsische Schweiz Initiative, Heft 17, Herbst 2000

Lönsgedenkstein am Rosenberg

Am Westfuße des Rosenberges befindet sich inmitten des Waldes eine kleine Jagdhütte aus Holz. Vor ihr - zwischen zwei Eichenbäumen - ein kleiner Gedenkstein. Eine Waldidylle, daß man sie sich nicht besser vorstellen kann. Der Gedenkstein ist kaum einen Meter hoch, aus Sandstein, und trägt folgende Inschrift: "Dem Gedenken Hermann Löns 1866 - 1914".

Seit einem Jahrhundert gehört Löns neben den Schriftstellern Ferdinand Avenarius, Peter Rosegger, Dr. Coventz, Dr. Rudorff u.a. zu den bedeutendsten Vorkämpfern des Heimat-, Natur- und Umweltschutzes. Ferner verfaßte er eine Reihe von Flugschriften für den Verein Naturschutzpark in Stuttgart. Er gehörte zu den zwölf Gründern des Heimatbundes Niedersachsen. Aus der Bindung an die norddeutsche Landschaft und ihre Bewohner entstanden Heide- und Liebeslyrik sowie Tiergeschichten, in denen er sich als Meister der genauen Naturschilderung und auch als Schöpfer beliebter Balladen, Romanzen und Lieder mit Volksliedercharakter erweist.

Einen besseren Standort für den Lönsgedenkstein, als die Waldesromantik am Fuße des Rosenberges kann man sich kaum vorstellen. Wer hat ihn aber errichten lassen und warum? Die rauschenden Wipfel der ausgedehnten Wälder schweigen darüber. Findet sich jemand unter unseren Lesern, der Näheres berichten kann?

Karl Stein