Sächsische Schweiz Initiative, Heft 17, Herbst 2000

Sanierung von Gebieten mit Erosionsschäden in der Sächsischen Schweiz (Fortsetzung aus Heft 16)

In diesem Heft stellen wir eine sanierte Fläche im Bielatal vor, wo durch natürliche Erosion, aber auch durch Wanderer und Bergsteiger Schäden verursacht wurden. Es ist das Gebiet um den Kletterfelsen "Verlassene Wand".

19. Verlassene Wand im Bielatal

Der hohe und anspruchsvolle Klettergipfel der Verlassenen Wand und der vorgelagerte kleinere Felsen, der Felsensportturm, in der Nähe des Lattenweges haben sehr viele und schöne Kletterwege.

Die große Räche unter der SW-Seite der Gipfel ist durch verstreut liegende große Steinbrocken und anstehenden Fels stark gegliedert. Durch natürliche Erosion und durch nicht eindeutig bestimmte Zugangswege zu den Kletterwegauf stiegen in den Talseiten war die Gefährdung der teilweise schon stark versandeten flächen sehr groß, und dieser Zu stand verschlechterte sich zunehmend. Ein kleiner Wanderpfad führte außerdem unkontrolliert südlich um die Verlassene Wand.

Die Sanierung der Fläche wurde bereits vor etlichen Jahren begonnen. Eine umfassende Sanierung durch die Forstverwaltung erfolgte in den letzten Jahren. Mit hohem Aufwand wurden Geländer errichtet, Absperrungen und Stufen gebaut und Zustiege für die Kletterer eingerichtet. Alle Hangflächen wurden mit Faschinen, Verbauungen und Abstützungen befestigt. Gleichzeitig wurde der Durchgang durch die breite Schartenkuft eingeengt und mit Stufen und Geländern versehen.

Alfred Rölke
Sanierungsgebiet an der Verlassenen Wand