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Carl Gustav Carus und der Wartturm

Der Wartturm

Jeder Besucher des Basteifelsens bemerkt mit Verwunderung den erheblichen Felssturz am Wartturm: eine große, helle klaffende Wunde! Eine schöne, aber unbekannte Carus-Zeichnung des Wartturms vom 2.September 1827 befindet sich im Dresdner Kupferstichkabinett. Sie wurde noch nie veröffentlicht und auch nicht lokalisiert: „Felsen in der Sächsischen Schweiz mit Blick ins Elbtal“. Es ist ein Aquarell, dem man die Begeisterung über das Motiv anmerkt. Es ist nicht der Blick von der Bastei, Carus saß auf einem Plateau nordwestlich über dem Wartturm. So konnte er den Elbebogen sehen und auch den Gamrig unter einer Felsenkiefer. Daß der Mediziner, Philosoph und Maler Carus die Sächsische Schweiz besonders liebte, erweisen nicht nur seine Bilder, sondern auch eigene Äußerungen: „Im Oktober (1815) übernachten wir noch einmal in der Sächsischen Schweiz auf der Bastei, ich namentlich um die wunderbaren Wirkungen des Mondlichts auf die gewaltigen Felsmauern zu studieren.“ Carus widmete sogar ein Buch den Bergen der Sächsischen Schweiz. Und seinem größten Gönner Goethe schickte er 1823 ein Bild mit dem Titel „Erinnerung an die Sächsische Schweiz“.

Dr. Karl-Ludwig Hoch, Dresden

Ausführlich nachzulesen ist dies und vieles andere im Buch „Caspar David Friedrich in der Sächsischen Schweiz“, Dresden-Basel, 1996 von Dr. Karl-Ludwig Hoch.



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