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Klettern bei nassem Fels

Jeder weiß wohl, daß die Festigkeit des sächsischen Sandsteins bei Feuchtigkeit stark abnimmt. Leider fällt es vielen Bergfreunden immer schwerer, bei nassem Felsen Verzicht zu üben. Warum nicht einen geplanten Klettertag einfach zu einem Wandertag umfunktionieren?

Es ist schon erstaunlich, was bei manchem nach einer durchregneten Nacht „noch geht“ – und das nicht etwa an windexponierten Stellen mit festem Gestein wie am Pfaffenstein oder Papst, sondern eben an Nonne und Laasenstein oder gar in Rathen. In den diesjährigen Ostertagen bekletterten einige Seilschaften die noch feuchte NO-Wand des Imkers, obwohl viele Südseiten mit trockenem Fels lockten. Das zeugt von wenig Erfahrung und Gefühl. Gerade jenes Gefühl ist es aber, das unsere empfindlichen Kletterwege brauchen.

Seit letztem Jahr finden auf Initiative des SBB hin gemeinsame Kontrollgänge von Vertretern des SBB und der NP-Wacht zum Klettern an feuchtem Fels statt. Diese Kontrollgänge können und sollen jedoch nicht die Selbstkontrolle der Bergsteiger ersetzen. Jeder ist aufgefordert, gegebenenfalls andere Bergfreunde auf ihre Fehleinschätzung hinzuweisen. Das kann insgesamt mehr bewirken als das Aussprechen von Strafen durch die NP-Wacht“.

Thomas Böhmer


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