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4000 Unterschriften für den Grenzweg im Umweltministerium übergeben

4000 Unterschriften sammelten die Mitglieder des Sächsischen Bergsteigerbundes für den Erhalt des Grenzweges im Großen Zschand (siehe auch Bericht im Heft 19). Zu dem aus Sicht der Bergsport- und Wanderverbände touristisch wertvollen Weg war in der Arbeitsgruppe "Wanderwegekonzeption" kein Konsens erreicht worden. Sowohl die deutsche als auch die tschechische Nationalparkverwaltung hatten sich für eine Sperrung ausgesprochen. Der Sperrung wollten die Wanderer nicht zustimmen, weil es aus ihrer Sicht keine überzeugenden naturschutzfachlichen Argumente gibt, den Weg zu sperren. Die sächsischen Bergsportverbände zeigten in der Arbeitsgruppe "Wanderwegekonzeption" Verständnis, daß in der Angelegenheit diplomatisch vorgegangen werden muß, weil der Weg teils das Gebiet eines anderen Staates berührt.

Am 14. Mai 2003 wurden die 4000 Unterschriften im Umweltministerium übergeben. In einem Gespräch zwischen Umweltminister Steffen Flath und den Vertretern der Bergsportler, Dr.Ulrich Voigt, Martina Wobst und Dr. Peter Rölke bat man um erneute Prüfung der Angelegenheit.

Das Umweltministerium hat daraufhin die Problematik des Grenzweges der regelmäßig tagenden tschechisch-deutschen Koordinierungsgruppe Naturschutz zur Kenntnis gegeben und auch schriftlich das tschechische Umweltministerium informiert.

Herr Simpfendörfer, Leiter der Abteilung Naturschutz im sächsischen Umweltministerium, teilte dem Sächsischen Bergsteigerbund als Initiator der Unterschriftensammlung im späten Frühjahr die Befürchtung mit, daß die tschechischen Naturschutzbehörden dem Anliegen der Erhaltung des Grenzweges kritisch gegenüberstehen werden.

Die offizielle Antwort des tschechischen Umweltministeriums vom 1. August 2003 war ernüchternd. Als Begründungen für die Sperrung dienen u.a. folgende Aussagen:

Zum letztgenannten Punkt des Auerhuhnprojektes teilte die deutsche Nationalparkverwaltung am 15. August 2003 mit, daß sie dies mit Erstaunen zur Kenntnis genommen habe. Ein Kommentar findet sich auf der folgenden Seite.

Wie das Dresdner Amtsgericht zum gegen den Protestwanderer Lothar Hempel erlassenenen Bußgeld entschieden hat, ist auf Seite 12 aus einem aus den Dresdner Neuesten Nachrichten mit freundlicher Genehmigung übernommenen Beitrag zu erfahren.

Dr. Peter Rölke


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