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Sanierung von Gebieten mit Erosionsschäden in der Sächsischen Schweiz

(Fortsetzung aus Heft 19)

22. Am Rauensteinkopf im Bärengrund

Bärengrund

Der Zustand des Zuganges zum Klettergipfel Rauensteinkopf hatte sich in den letzten Jahren stark verschlechtert. Durch hohe und breite Kamine, bzw. Schluchten, die sich bis zum Rauensteinplateau hinaufziehen, wurden durch Regen starke Auswaschungen verursacht. Der vorhandene Sand wurde in den Talgrund gespült und überzog den Bewuchs. In der Folge bildete sich ein großer Sandkegel, der den Zugang zum Klettergipfel erschwerte.

Der KV Enzian führte mit weiteren Helfern des SBB zwei Arbeitseinsätze in den Jahren 2001 und 2002 am Rauensteinkopf durch. Dabei wurden in der Schartenschlucht Abstützungen und Absperrungen angebracht, um dem Sandfluß Einhalt zu gebieten. Der Zugang wurde mit Stufen über den Sandkegel angelegt und mit Absperrgeländer versehen. Faschinen und Abstützungen wurden gebaut und befestigen nun den Sandkegel, so daß sich wieder Bewuchs einstellen kann. Die Arbeiten waren anstrengend und wurden erschwert, weil das benötigte Holzmaterial über weite Strecken herangeholt werden mußte.

Alfred Rölke

Arbeitseinsätze zur Erosionssanierung am Großen Bärenstein und am Rauenstein

Die Klubs des Sächsischen Bergsteigerundes (SBB), die in der Nationalpark-Region eine ständige Gebietsbetreuung übernommen haben, führten diese auch in diesem Jahr fort.

Der Kletterclub „Rucksachsen“ arbeitete im Frühjahr im Riegelhof am Großen Bärenstein, wobei von den 11 Teilnehmern u.a. die Zugangswege zu den beiden Klettergipfeln Riegelkopf und Conradturm gebaut und die Geländer erneuert wurden. Erstmals hatte es 1989 eine Betreuung des Riegelhofes durch die damalige Gruppe 4 der BSG Pentacon gegeben. Als der aus dieser Gruppe gebildete Klub die Betreuung nach der Wende nicht fortführen konnte, fand sich 1995 der Kletterclub „Rucksachsen“ für eine Übernahme des Gebietes. Einige Fotos vom Arbeitseinsatz sind auf der Klubseite im Internet unter www.rucksachsen.de/Clubeinsatz zu finden.

Am benachbarten Rauenstein hatte sich der KV Enzian das Ziel gesetzt, die erneut von starken Erosionsschäden betroffenen Zugänge und Hänge an der Übungsstelle R zu sanieren. Die Nähe der großen Boofe und die starke Frequentierung hatten das Gebiet seit dem letzten Einsatz in kurzer Zeit wieder schlecht aussehen lassen. Teilweise waren Hangbegrenzungen und Geländer von Boofern verfeuert worden, die Absperrungen waren teils zerstört und der Sand überspülte den Hang und die nachgepflanzten kleinen Kiefern. Vor dem Einsatz hatte der Revierförster etwas entfernt befindliche Bäume zur Nutzung als Holzpfähle und Geländerstangen markiert, diese mußten gefällt, herantransportiert und verbaut werden. Außerdem wurden Faschinen auf die Erosionsflächen gebracht, um dem lockeren Sand Einhalt zu gebieten. Nach einem arbeitsreichen Tag konnten die 17 Teilnehmer auf ihr Tageswerk blicken: eine neue, stabile Geländerreihe zur Übungsstelle und eine sanierte Hangfläche.

Für die Betreuung beider Einsätze bedanken wir uns beim engagierten Revierförster Patolla!

Dr. Peter Rölke


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