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Aktuelle Mitteilungen

Aussichten im Nationalpark werden freigehalten

Die Arbeitsgruppe „Wanderwege“ tagte im März und Oktober 2004 erneut im Umweltministerium und befaßte sich mit dem Freihalten von Aussichten im Nationalpark. Es wurden Aussichtspunkte festgelegt, die ständig freigehalten werden. Das Nationalpark- und Forstamt ließ u.a. die Kipphornaussicht, die Kleine Bastei bei Rathen, Blicke von der Oberen Affensteinpromenade und die Aussicht vom Königsplatz bei Hinterhermsdorf freischneiden. Anfangs geäußerte Bedenken, daß Aussichten im Nationalpark zuwachsen, sind also unbegründet.

An der Arbeitsgruppe sind neben dem Nationalpark- und Forstamt die Bergsportverbände, die Naturschutzverbände und der Tourismusverband beteiligt. Die Moderation übernimmt Prof. Heinz Röhle (TU Dresden).

Keine Probleme mit Wanderern, aber Brutausfälle durch Kletterer

In Zusammenhang mit der Wegekonzeption für den Nationalpark wurden im Jahr 2004 keine Brutausfälle und Beeinträchtigungen im Artenschutz bekannt. Die Wanderer haben sich weitgehend bewußt verhalten.

Schwierigkeiten gab es dagegen mit Kletterern, die die Hinweisschilder mißachteten, was mit hoher Wahrscheinlichkeit sogar bei Uhubruten zu einem Ausfall führte.

Zeltplatz in Mezní Louka in neuer Hand

Der Zeltplatz in Mezní Louka (Rainwiese) wird seit kurzem von der Nationalparkverwaltung Böhmische Schweiz betrieben und soll etwas ausgebaut werden, wodurch der Standard erhöht wird.

Wanderweg im Gelobtbachtal unterbrochen

Nach wie vor ist der Wanderweg durch das Gelobtbachtal im Bereich der Gelobtbachmühle unterbrochen. Der Eigentümer sperrte zum einen den Weg unten an der Bahnunterführung ab, und auch oben am Mühlteich wurden Sperrbänder angebracht.

Die Bergsportverbände haben sich bereits an den Bürgermeister von Reinhardtsdorf-Schöna, Herrn Suddars, gewandt, um eine Offenhaltung des Wanderweges zu erreichen.

Die Bärensteine wurden für 7,5 Mio. EUR verkauft

Es ist schon ein seltenes Ereignis, wenn Tafelberge der Sächsischen Schweiz den Besitzer wechseln. Zum Glück ist der weiteste Teil des Nationalparks Staatsbesitz, im Landschaftsschutzgebiet ist dies nicht so.

So klammheimlich wie allerdings 2003 die Bärensteine mit 250 ha Wald in bester touristischer Lage verkauft wurden, das ist ungewöhnlich. Verkauft hatte die Bodenverwertungs- und Verwaltungs-GmbH, ein Immobilienunternehmen des Bundes. Sogar Struppens Bürgermeister Rainer Schuhmann wußte damals von nichts und war entsprechend verärgert.

Laut Gesetz muß ein Waldeigentümer Bürgern das Betreten zu Erholunsgzwecken erlauben. Eine Einschränkung für Wanderer und Kletterer ist deshalb kurzfristig nicht zu befürchten.

Was der neue Besitzer, die Familie Wickel, erst seit kurzem nach Dresden gezogen, mit dem Areal vorhat, ist bis heute nicht klar. Wahrscheinlich will man Forstwirtschaft betreiben, offiziell ist aber auch dazu nichts bekannt.

Neues Wanderwegstück im Tiefen Grund und Instandsetzungen an Gipfelzugängen

Bisher mußte der Wanderer zwischen dem Ende der Brandstufen und der Einmündung des Polenztals auf der Straße im Tiefen Grund laufen. Dies ist seit dem Sommer 2004 nicht mehr nötig, denn die Nationalparkverwaltung legte einen neuen Weg nahe des Bachbettes an. Vorbildlich instandgesetzt wurde auch der nordseitige Aufgang am Arnstein. Danke im Namen sicher vieler Wanderer!

Erfreulich sind außerdem einzelne, kleinere Arbeiten im Bereich der Gipfelzugänge wie im Rathener Gebiet zwischen Lochturm und Hirschgrundkegel. Hier helfen drei Eisenklammern als Griff über ein sandiges Stück hinab und vermindern so auch weitere Erosionsschäden.

KV Enzian sanierte am Rauenstein an Übungsstelle Reibungsplatte

Im Rahmen der Gebietsbetreuung am Rauenstein arbeiteten Mitglieder des KV Enzian an einem Sonntag im April 2004 an der Übungsstelle Reibungsplatte und setzten den Aufstieg und das über die Jahre morsch gewordene Geländer wieder instand.

Aktion „Sauberes Gebirge“

Die Aktion „Sauberes Gebirge“ wird erst nach Redaktionsschluß dieser Ausgabe, am 30. Oktober 2004, stattfinden. Sie wird als Gemeinschaftsaktion von Dresdner Wanderer- und Bergsteigerverband, Sächsischem Bergsteigerbund und Nationalparkverwaltung unter Leitung von Winfried Popelka durchgeführt.



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