SSI-??? Startseite SSI

Aktiv für Klettern und Naturschutz: Dr. Hans Hilpmann

In jedem SSI-Heft fand sich ein Beitrag von Hans Hilpmann zum Thema Klettern & Naturschutz. Der untenstehende Artikel ist leider der letzte, der erscheinen kann, denn Hans ist am 28. Juli 2005 im Alter von 48 Jahren bei einer Bergfahrt im Kaukasus verunglückt.

Dr. Hans Hilpmann

Hans kam bereits 1990, sofort nach der Wiedergründung des Sächsischen Bergsteigerbundes, zu dessen Arbeitsgruppe Natur- und Umweltschutz. Schon kurz darauf übernahm er die Aufgabe, die sächsischen Bergsteiger im Bundesausschuß Klettern & Naturschutz zu vertreten, eine Aufgabe, die er mit großer Fachkompetenz wahrnahm.

Hans war für das Bergsteigen und den Umweltschutz auf vielen Gebieten engagiert: Er verhandelte mit den Naturschutzbehörden zu Kletterkonzeptionen und geplanten Gipfel- und Wanderwegesperrungen in Sachsen, die unter seinem maßgeblichen Einsatz z.B. an der Biwakwand bei Freiberg abgewendet werden konnten, und vertrat seit 2001 die Bergsportverbände in der Wanderwegekommission beim sächsischen Umweltministerium. Im zurückliegenden Jahr 2004 bewährte er sich als Moderator einer kniffligen Diskussionsrunde zum Bouldern in der Sächsischen Schweiz. Besonders geschätzt haben wir sein hohes fachliches Wissen, seine ausgesprochene Zuverlässigkeit, seine ausgleichende, sachliche und konstruktive Art selbst in schwierigen Diskussionen.

Als Bergsteiger begeisterten ihn vor allem die Felsen der Sächsischen Schweiz, wo er im Vorstieg schwierige Aufstiege meisterte. Mit seiner Familie ging Hans u.a. auf Klettersteigtouren in den Alpen, auf Reisen nach Norwegen und zum Skifahren in die heimischen Berge. Er kletterte in den Alpen und im Kaukasus. Mit großem Eifer ging er 2005 an die Vorbereitung seines Traumzieles: eine Fahrt zu den eisbedeckten Gipfeln des Kaukasus. Aber selbst seine große Erfahrung konnte ihn nicht vor dem verhängnisvollen Steinschlag bewahren, der ihn in die Tiefe riß. Von seiner letzten Bergfahrt kam er nicht zurück.

Wir vermissen ihn sehr.

Dr. Peter Rölke


[nach oben]